Re: Die Marken holen auf - Zeitung: Billig-DVD-Player werden knapp
marken, sie holen auf. Aber ich habe seit 3 Jahren einen Player. Wenn
der mal kaput ist, werde ich wieder versuchen das bestausgestattetste
Teil zum niedrigsten Preis zu bekommen.
Es ist wie bei den PKWs. Firmen wie Benz, Opel und VW statteten ihre
Fahrzeuge serienmäsig erst besser aus, nachdem sie sahen, dass die
Komplettpakete von japanischem Buntmetall ein Renner waren. Heute
sind die Japaner preislich durchaus auf deutschem Niveau.
Wenn man immer warten würde bis die Markenhersteller etwas zu einem
günstigen Preis anbieten würden, käme man erst Jahre später zu einem
ausstattungsmässig veralteten Produkt. Mein Orion 16:9 TV kostete vor
ca. 5 Jahren 999DM (mit Prologic und Rear-Speaker. Vor 3 Jahren
bezahlte man für einen Grundig mit Virtual Dolby immer noch um die
1000DM. Und jetzt muss man 700 Euro hinlegen.
Wenn meiner in ein paar Jahren hin ist, kaufe ich von einem NoName
einen Flachen für 500 Euro. Heute müsste ich vom Markenhersteller
noch 6000 hinlegen.
Markenhersteller sind zwar die Vorreiter. Aber erst die NoNames
bringen die Preise durch die Massenproduktion in endnutzerfreundliche
Relationen. Während die Markenhersteller dann schon die Folgeprodukte
im Höchstpreissektor herstellen, machen diese auch wiederum durch den
mittlerweile billigen Massenverkauf der technisch älteren
Markenprodukte den Gewinn. Die Riesen-Flachbildschirme zu Preisen von
6000-15000 Euro dürften zur Zeit nicht mal die Entwicklungskosten
einspielen. Dies wird sich erst ändern, wenn NoNamehersteller Massen
der Panels abnehmen und solch einen TV für 700-800 auf den Markt
werfen (wird in 2 bis 3 Jahren soweit sein). Anschliessend können
auch die Markenhersteller ihre Modelle für 1000 euro anbieten und
machen dann sogar Gewinn damit.
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