Warum in die Ferne schweifen? - Marken-Gene: Fortpflanzung als Urheberre…

markentschland ging neulich der Fall der Linda-Kartoffeln durch die
Presse:
Kartoffel “Linda” soll vom Markt, so will es die Saatgutfirma. Ein
Bauer versucht das zu verhindern
BERLIN, im November. Dieter Dreyers Vergehen ist recht schnell
beschrieben: Der Landwirt aus dem niedersächsischen Bienenbüttel hat
Kartoffeln angebaut. Doch verkaufen durfte der 46-Jährige keine
einzige dieser Knollen: Stattdessen musste er die Kartoffeln unter
staatlicher Aufsicht aus der Erde holen. Seine Ernte, 40 Tonnen,
wurde beschlagnahmt und liegt seither unter Verschluss in seiner
Lagerhalle. Der Mann vom “Schiedsgericht für Saatgut- und
Sortenschutzstreitigkeiten” hat insgesamt auf drei niedersächsischen
Höfen 250 Tonnen Kartoffeln konfisziert.

“Linda” kam 1974 auf den Markt. Ein Züchter namens Friedrich Böhm hat
sie kreiert und sich patentieren lassen. Dieses Patent, im
Fachjargon:
Sortenzulassung beim Bundessortenamt, gilt 30 Jahre. So
lange bekam Böhm - und nach dessen Tod sein Erbe - Geld von jedem,
der “Linda”-Kartoffeln anbaute. Das Patent wäre Ende 2004
ausgelaufen. Von da hätte jeder Böhms Züchtung lizenzfrei anbauen
können. Doch bevor es soweit kam, meldete Böhms Nachfolger “Linda”
kurzerhand bei der Behörde ab. Kartoffeln dieser Sorte sollte es
künftig nicht mehr geben.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/497536.html

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