Wo liegt das Problem? - Marken-Gene: Fortpflanzung als Urheberre…

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> > Züchtungen kosten eine Menge Zeit und eine Menge Geld. Da die
> > Weiterentwicklung effizienter Methoden hierzulande ja immer weiter
> > eingeschränkt wird, bleibt nur der konventionelle Weg über natürliche
> > Kreuzungszüchtung. Das dauert, und ehe eine halbwegs vernünftige
> > Sorte herauskommt, können schon mal Jahre vergehen.
> ====> DAS war doch schon immer so!
Ja, wird aber immer schwieriger und teurer, weil immer mehr Varianten
gekreuzt werden müssen. Wir können hier jetzt gern eine
Grundsatzdiskussion über den Sinn und Zweck der industrialisierten
Agrarwirtschaft in einem neuen Thread eröffnen, aber im Moment sind
die Strukturen so, daß der Landwirt nur großhandelsfähige Sorten los
wird (sofern er sie nicht selbst vertickt)und diese relativ hohe
Ansprüche hinsichtlich Lagerfähigkeit und Krankheitsresistenz
stellen.
> > Warum bitte soll derjenige, der sich die Mühe macht, dies
> > durchzuführen, nicht über eine Lizenz an den Erträgen beteiligt
> > werden, die diejenigen, die die Ergebnisse dann selbstverständlich
> > nutzen, damit erzielen?
> ====> sag mal wie war das denn mit den anderen kartoffeln?! s gibt ja
> auch noch sieglinde und und und… ich meine wieviele jahre ging das
> jezze ohne lizenz?! wann sind denn dann endlich die anderen sorten
> auch dranne?!
Keine Ahnung, wie das mit Sieglinde war. Klar ging das ohne Lizenzen,
Du kannst auch immer ohne Lizenz anbauen, nur die Frage ist: wer
nimmt sie Dir ab. OK, bei der Kartoffel kommt erschwerend die
Zulassung ins Spiel, aber wenn wir mal aus unserer kurzen
historischen Perspektive herausgehen: Das es seit über 150 Jahren
keine flächendeckende Kartoffelfäule in Europa mehr gegeben hat, ist
in erster Linie ein Erfolg der Züchter, und warum bitte soll sich
dies für die nicht lohnen. (Note: Eine Kartoffelfäule hätte auch
heute recht gravierende Konsequenzen)
> > Mal zum Verständnis: jeder, der will, kann Linda anbauen, wie er
> > möchte, er darf sie nur nicht mehr kommerziell vermarkten.
> ====> alles klar als bauer der davon leben soll ist das ja kein
> problem oder was?! hae?! fuer seinen privaten kartoffelsalat darf er
> dann… so so…
Ja, und, warum nicht. Zum Privaten Gebrauch darf auch jeder seine CD
kopieren, nur verticken darf er die Kopie nicht. [FLAME ON]
> > Darüber kann man jetzt streiten, aber grundsätzlich ist gegen das
> > Verfahren nichts einzuwenden, Kartoffelanbau ist schließlich nicht so
> > einfach, wie es sich die meisten hier mal wieder vorstellen. Und:
> > Bevor die Linda-Diskussion losgetreten wurde, wußten wahrscheinlich
> > 90% ihrer selbsternannten Verteidiger nicht einmal, daß die Knolle
> > die sie für unverschämte 1,99 das Kilo im Discounter in den Korb
> > packen auch einen Namen hat.
> =====> na gut hat aber das eine mit dem anderen nichts zu tun…
Klar hat. Weil Kartoffeln billig sein müssen, müssen sie im großen
Stil angebaut werden, damit es sich für den Landwirt lohnt. Deshalb
müssen sie auch besonders lager und transportfähig sein.
Direktvermarkter können Dir ein Lied davon singen. Und weil eben
Linda so hervorragend dafür geeignet war, wurde sie auch angebaut
(trotz Lizenz). Warum jetzt alle meckern ist einzig der Grund, daß
mit der Rücknahme der Lizenz ein eingeführter Markenname
verschwindet.
Greetz
H.M.
> > Grüße
> > H.M.

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