Marken und Manager - Nach dem Verkauf ist vor dem Garantiefal…

markenEs sind ganz normale Konsumenten, die “zu dumm” sind sich zu
> informieren. Denn das ist ja gar nicht mal mehr so einfach.
>
> Wie viele Stunden Zeit soll ein berufstätiger Mensch in die Recherche
> für einen qualitativen Fotoapparat investieren? Man hat es doch schon
> mit einem fortgeschrittenen Käufer zu tun, wenn nicht die MP-Zahl,
> sondern die Lichtstärke des Objektivs im Mittelpunkt der Entscheidung
> steht.
> Wie viele Stunden soll der Kunde in Newsgroups und Foren
> recherchieren, um ausschliessen zu können, dass die Firmware des
> Handies, dass er zu kaufen gedenkt, nicht zu viele Bugs hat (Mein
> Nokia stürzt gelgentlich ab, konnte ich nicht wissen beim Kauf!)?
> Wie soll sich der Kunde gegen billigste Elkos auf Mainboards
> schützen, wenn selbst Asus, der einsmalige “Mercedes” unter den
> Mainboardherstellern, diese verlötete? Die Teile sind ja erst nach
> einem Jahr explodiert, da hätte die Lektüre sämtlicher
> Fachzeitschriften auch nichts gebracht.
Auch früher waren viele Geräte schon zu komplex als dass man die
Qualität direkt beurteilen hätte können. Früher konnte man sich aber
noch stärker an der Marke orientieren. Man konnte davon ausgehen,
dass wenn man Artikel der Marke XYZ kauft man eine gewisse Qualität
auch erhielt.
Heutzutage wird aber sehr oft auch unter Markennamen wie Siemens,
Mercedes, IBM … faktisch fabrikneuer Sondermüll verkauft. Einfach
deshalb weil in den Großkonzernen die BWLer das Regiement übernommen
haben und diese meinen, dass man eben mehr Gewinn macht wenn man
Billigschrott für den Preis von Qualitätsprodukten verkauft. (Nur
noch wenige Marken sind wirklich ein Qualitätmerkmal: z.B. Miele,
Hoffmann Werkzeuge …)
Dass die Leute sogar regieren wenn ihnen schlechte Qualität geboten
wird und sie offensichtlich eine Alternative haben sieht man an Opel.
Nachdem durch Kosteneinsparungen in den 90ern die Qualität in den
Keller ging sind auch später die Kunden abgesprungen (die taten sich
so einen Schrott nur einaml an, ich weiss von vielen langjährigen
Opelfahrern die da dann abgesprungen sind).
Dies passiert allerdings nicht wenn die Kunden offensichtlich von
allen Anbietern faktisch ähnlichen Schrott bekommen. Da ist es, wie
von Vorschreiber erwähnt, logisch, dass der Normalverbraucher das
billigste nimmt.
Vom Getriebehersteller ZF ist mir von einem Insider ein Beispiel
bekannt was die BWLer anrichten. Da hat einer einen billigeren
Lieferanten für Synchronringe gefunden (bisherige Lieferant war über
Jahrzehnte konstant). Da hat man dann gewechselt. Allerdings sind
nach einem halben Jahr reinweise die Synchronringe in den Getrieben
ausgefallen. Daraufhin wollten sie zum vorherigen Lieferanten
zurückkehren. Der hat allerdings abgelehnt mit der Begründung, dass
er sich inzwischen schon neue Abnehmer für seine Produktion gesucht
hat.

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