Zweifel - Marken-Gene: Fortpflanzung als Urheberre…

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> Die Medaille hat IMHO zwei Seiten, weil ja … zumindest derzeit noch
> … Patente nur eine beschränkte Laufzeit haben. Nach diesen 20
> Jahren verfällt der Schutzanspruch und die “Erfindungen” werden
> wieder Allgemeingut.
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> Also wird auch die Entwicklungsarbeit, die z.Tl. mit beträchtlichem
> finanziellen Aufwand von der Industrie geleistet wurde, zur
> allgemeinen Nutzung freigegeben… Entwicklungsarbeit, in die niemand
> Geld investiert hätte, wenn er sich nicht für die 20 Jahre exclusiver
> Nutzung Gewinn versprochen hätte.
Das stimmt so aber nicht: vor einigen Wochen gab es einen Bericht im
Fernsehen, nachdem eine deutsche Firma, welche Saatkartoffeln an
Bauern und Kleingärtner verkauft, eine seit 20, 40 oder noch mehr
Jahren beliebte Speisekartoffel an das Sortenamt zurückschickte, weil
der Patent- oder der Sortenschutz für diese Kartoffel auslief und sie
eine “neue” Kartoffel gezüchtet hatten.
Wie die rechtliche Grundlage genau aussieht, kann ich nicht sagen,
jedenfalls können bzw. dürfen Bauern und Kleingärtner die bisherige
Kartoffel nicht mehr anbauen, bzw. sie darf vom Sortenamt nicht mehr
an Bauern und Kleingärtner verschickt werden, die somit gezwungen
sind, die neue bisher unbekannte Saatkartoffel zu kaufen.
Da die bisherige Kartoffelsorte nicht mer ausgepflanzt werden darf
wird sie wohl somit aussterben.
Daher ist es eher so, dass die Firmen ihr Produkt wohl eher
“aussterben” lassen, bevor sie zulassen, das nach Ablauf der
Patentlaufzeit auch jemand anderes davon profitieren kann.

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